Your Book Week

\Was liebe und hasse ich an meinem Buch\ von Janna Ruth

Hallo und willkommen zu einem weiterem Beitrag der Your Book Week zu “Ashuan” von Janna Ruth.

Heute erzählt die Autorin Janna euch was sie an ihrem Buch liebt und hasst.


Aufgrund Text und Bild ist dieser Beitrag mit Werbung zu kennzeichnen.


Die meisten meiner Bücher entstehen aus irgendeinem Tagtraum, den ich einmal gehabt habe. Ich träume mich den lieben langen Tag in Geschichten. Vieles davon ist natürlich Müll, Kitsch und Dinge, die man unmöglich niederschreiben wollen würde, aber hin und wieder kommt eine Geschichte vorbei, die echtes Potential hat und das ist dann der Keim für ein Buch.

Im Grunde liebe ich daher alle meine Bücher, denn sie sind die Crème de la Crème meiner Geschichten. Aber es gibt dennoch Geschichten, die ich ein klein wenig mehr liebe. Ashuan ist so eine, weil sie mich einfach schon ab November mehr als mein halbes Leben begleitet und mir die Charaktere so unglaublich teuer sind.

Am Ende steht und fällt die Geschichte mit den Charakteren. Ich bin am meisten interessiert an dem, was andere vor mir als die „Human Condition“ bezeichnet haben. Mich motiviert es nicht, über epische Schlachten oder ausgefallene Fabelwesen zu schreiben. Ich brauche meine Charaktere, ich brauche ihren Leidensweg, ihre Beziehungen und ihr unvermeidliches Wachstum. Darüber lese ich gerne und das schreibe ich gerne.

Früher war ich besonders stolz auf meine lebhaften, natürlichen Dialoge – klar, wenn man in Ashuan nur Dialoge schreibt, wird man unvermeidlich gut darin. Ich habe geglaubt, dass ich nicht sonderlich gut im Beschreiben bin. Und teilweise geht mir das auch heute noch so, dass ich etwas oft nur einen Absatz oder nur in einem Satz beschreiben kann und dann das Gefühl habe, alles gesagt zu haben. Wahrscheinlich kommt das aus dem Wissenschaftlichen. Mittlerweile habe ich aber erfahren, dass meine Leser meinen Stil trotzdem mögen, teilweise sogar als malerisch beschreiben – das erste Mal, dass ich das gelesen habe, habe ich gestaunt. Anscheinend schreibe ich also gerade genug.

Das klingt vielleicht komisch, aber was ich doch ziemlich hasse, ist das Schreiben selbst. In meinem Kopf sind die Dialoge oft viel genialer, die Gefühle deutlich klarer und was dann rauskommt, wird dem irgendwie nicht gerecht. Da wünsche ich mir, ich könnte Gedanken transkribieren.

Dafür liebe ich den Prozess des Plottens und des Überarbeitens. Gerade letzteres, wenn man so richtig spürt, wie das Buch mit jeder Änderung besser wird – wie alles an seinen Platz rutscht und aus dem Rohdiamant ein Edelstein wird, das ist so eines der besten Gefühle.

Und wisst ihr, was ich noch liebe? Wenn mein Buch – und das sind dann die richtigen Herzensbücher – mich bei jedem erneuten Lesen wieder packen, mich weinen und lachen lassen und das obwohl ich doch ganz genau weiß, was passiert.

Diese Bücher liebe ich ganz besonders gerne und ich hoffe, ihr werdet sie auch alle einmal kennenlernen.

Eine Autorin, die das Schreiben selbst hasst, aber das Plotten liebt? Genial!

Ich kenne es bei den meisten Autoren genau anders herum. Sehr interessant. Dafür aber, dass Janna Ruth das Schreiben selbst nicht mag, schreibt sie sehr toll. Aber dazu gibt es morgen meine Meinung über “Ashuan”.

Die Your Book Week neigt sich nun langsam bereits dem Ende zu. Morgen folgt meine Rezension zum ersten Teil der Reihe und das Abschlusswort. Schaut unbedingt wieder vorbei!

Liebe Grüße, eure Ramona

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© Cover: Janna Ruth

© Ornamente: Pixabay.com

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