/Rezension/ “Shadowscent – Die Blume der Finsternis” von P.M. Freestone

/Rezension/ “Shadowscent – Die Blume der Finsternis” von P.M. Freestone

Januar 7, 2020 0 Von Ramona

Stellt euch eine Welt vor in der Gerüche das wichtigste Element sind. Verschiedenste Duftstoffe eine besondere Bedeutung inne haben, der Duft unterschiedlichster Blumen eigene Wirkungen haben. Und ihr habt zudem eine sehr empfindliche Nase.


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Der Klappentext:


IIm Kaiserreich Aramtesch haben Düfte Macht – und diejenigen, die sie beherrschen! Ausgerechnet am Blütenmond passiert in den geheimen Gärten der Hüterin der Düfte die Katastrophe: Der Kronprinz, der gerade erst angereist war, liegt vergiftet am Boden. Rakel, der armen Dienerin mit einem besonderen Talent für Düfte, und Ash, dem Leibwächter des Prinzen, fällt die eigentlich unlösbare Aufgabe zu, das rettende Gegenmittel zu finden. Dafür müssen die beiden kryptische Geheimnisse aus uralten Zeiten entschlüsseln und ihre eigenen verborgenen Wahrheiten erkennen …


Allgemeine Infos zum Buch:

Autorin: P.M. Freestone

Titel: Shadowscent – Die Blume der Finsternis

Reihe: Shadowscent Band 1

Genre: Jugendfantasy

Seiten: ca. 490

Verlag: Dragonfly Verlag

erschienen im Dezember 2019

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Meine Meinung:

Der Klappentext klingt sehr reizvoll und das schöne Cover dazu, klare Entscheidung: Dieses Buch musste ich mir einfach kaufen.

Mich hat die Vorstellung sehr gereizt von einem Land zu lesen, in dem die Gerüche bzw. Düfte und die unterschiedlichsten Pflanzen eine sehr wichtige Rolle inne haben. Solche Weltenaufbauten faszinieren mich immer wieder aufs Neue.


Die Story:

Okay, dieser Punkt ist schwer zu beschreiben. Der Klappentext greift nämlich sehr weit vor. Bis es zu den Geschehnissen kommt, die im Klappentext beschrieben werden dauert es knapp 150 Seiten. Meiner Meinung einfach zu lange.

Auf den ersten Seiten lernt man das Leben und die Welt des Kaiserreichs Aramtesch kennen. Zunächst haben mich die unterschiedlichsten Begriffe erstmal erschlagen. Es gab so viele neue Bezeichnungen, Namen, Hierachieordnungen etc., dass ich damit schon kurz zu kämpfen hatte, vor allem, da die entsprechenden Erklärungen sehr kurz gehalten waren.

Aber zum Glück war dies wirklich nur auf den ersten paar Seiten des Buches der Fall. Im Anschluss gestaltete sich die Story “einfacher” und ich bin gut hinein gekommen.

Nach all den anfänglichen Erzählungen wird die Geschichte spannend und man begleitet Rakel und Ash durch das Kaiserreich auf ihrer Suche nach einem Heilmittel. Manchmal gab es hier Passagen, die langatmig waren, aber zusammen gefasst hat es sich gut lesen lassen.

Das Ende ist mit einem fiesen Chliffhanger versehen und Band 2 erscheint erst im März auf Englisch, ein Erscheinungstermin in Deutschland ist noch nicht bekannt.


Die Charaktere:

Bis zu den Punkt in dem der Prinz vergiftet wurde (s. Klappentext) lernt man die beiden wichtigsten Charaktere kennen und begleitet sie auf ihren Weg bis zu der verhängnisvollen Nacht. Rakel und Ash, zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Rakel ist die Tochter eines hoch angesehenen Kriegers, die jedoch durch eine Reihe von Geschehnissen zu einer armen Dienerin wurde. Doch Rakel lässt sich nicht so einfach klein machen, ganz im Gegenteil. Sie ist eine starke junge Frau, die für ihre Ziele einsteht und sich um ihre Liebsten sorgt. Auch nimmt sie kein Blatt vor den Mund, was mir richtig gut gefallen hat, da es dadurch oftmals zu witzigen Dialogen kommt. Rakel habe ich mit ihrer Art in mein Herz geschlossen.

Ash, der persönliche Leibwächter oder besser gesagt Harnisch des Kronprinzen, ist mir dagegen lange ein Rätsel geblieben. Er hat eine sehr eigenartige Art an sich, die ich schwer erklären kann. Für mich wirkt es so als wäre seine Position als Leibwächter nur eine Maskerade um den wahren Ash zu verstecken. So richtig warm geworden bin ich auch nicht mit Ash, er ist ganz in Ordnung aber mehr auch nicht.


Der Schreibstil:

Im Grunde habe ich schon einige Aspekte bzgl. des Schreibstils vorher angesprochen. Hier nur noch mal eine kurze Zusammenfassung:

Manche Passagen waren ein bisschen langatmig, aber es ließ sich dennoch gut lesen.

Viele unterschiedlichste Begriffe erschweren den Einstieg in die Geschichte auf den ersten Seiten. Bei einigen Begriffen hätte ich mir eine bessere oder ausführlichere Erklärung gewünscht.

Allgemein lässt sich hier sagen, dass definitiv viel Potenzial vorhanden ist, aber auch noch deutlich Luft nach oben offen ist.


Mein Fazit:

Die Grundidee ist mega stark, die Charaktere vielschichtig und für Überraschungen gut, die Story selbst sehr interessant.

Man erkennt deutlich, dass “Shadowscent – Die Blume der Finsternis” ein tolles Buch sein könnte, da Potential definitiv vorhanden ist. Aber es gibt noch viel Luft nach oben.

Auf die Fortsetzung bin ich gespannt. Ich möchte gerne wissen, wie die Geschichte weiter geht und wie sehr sich P.M. Freestone weiter entwickelt hat. Ich hoffe nur, dass es nicht zu lange dauert bis der zweite Teil in Deutschland erscheinen wird.

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©Cover: Dragonfly Verlag

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