\Eine Welt voller Legenden\ von Tanja Steinborn

\Eine Welt voller Legenden\ von Tanja Steinborn

April 12, 2019 0 Von Ramona

Hallo und herzlich willkommen zum märchenhaften Beitrag aus der Welt von Lýsistratas.

Heute dreht es sich um die Legenden und Märchen, die in der Buchreihe eine wichtige Rolle inne haben.


Aufgrund Text und Bild ist dieser Beitrag mit Werbung zu kennzeichnen.

Transparenz: Den Beitragstext hat die Autorin Tanja Steinborn selbst verfasst und mir zur Verfügung gestellt.

Lýsistrata- eine Welt der Märchengestalten und Fabelwesen

Schon als Kind habe ich Märchen und Sagen geliebt und diese Begeisterung auch mit ins Erwachsensein nehmen können. Zur Weihnachtszeit läuft bei  mir eigentlich nichts anderes im Fernsehen und zwischen zwei Büchern überbrücke ich die Zeit gerne mit ein wenig Schmökerei in den Märchensammlungen der Gebrüder Grimm oder Hans Christian Andersen. Deswegen war mir eigentlich immer klar, dass das Thema Märchen in meinem eigenen Buch ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle spielen muss. Vor jedem Band der „Legenden Lýsistratas“ wälzte ich meine Sagenbücher, um auf interessante Gestalten zu stoßen, die zu meiner Geschichte passen. Somit konnte ich all diesen wunderbaren Märchen aus sämtlichen Teilen der Welt Respekt zollen und meinen eigenen Stempel aufdrücken.

Im Folgenden stelle ich ein paar (nicht alle, schließlich will ich nicht alles verraten 😉 ) der Fabelwesen vor, die es bisher nach Lýsistrata geschafft haben – und als besonderes Bonbon verrate ich am Ende exklusiv, auf welche Sagen ihr euch im letzten Teil der Trilogie freuen dürft.


Die Blaue Blume:  

Nun, sie ist natürlich keine Märchengestalt im eigentlichen Sinne, aber das Symbol der Romantik, meiner Lieblings-Literaturepoche. Dort steht die Blaue Blume für Liebe, Sehnsucht,  Fernweh und dem Streben nach Unendlichkeit. In meinen Büchern hat die Blaue Blume erstmal eine andere Bedeutung, aber die Liebe zur Natur, Reise und Abenteuerlust und die Erfüllung persönlicher Träume sind zentrale Themen meiner Geschichte.


Die Waschfrau an der Furt (gälisch: bean-nighe):

Selbstverständlich musste ich als Schottland-Fan auch eine schottische Sagengestalt mit aufnehmen.  Bei der Bean-Nighe handelt es sich um ein äußerst hässliches altes Weib, das an einem Teich oder anderem Gewässer hockt und die Kleider derjenigen wäscht, denen bald der Tod bevorsteht.  Sie stellt stets drei Fragen und gewährt ihrerseits drei Antworten. Ihren Auftritt in Lýsistrata habe ich noch damit aufgepeppt, dass die Befragten keine andere Antwortmöglichkeit als die reine Wahrheit haben. Leider hat der junge Cailean noch nie von der Sache mit den drei Fragen gehört…


Die Ljeschis:

Dies sind tückische russische Waldgeister, die mit Rufen und Pfiffen Wanderer in die Irre treiben und im Kreis herum führen. Um sich aus ihrem Zauber zu befreien, muss man seine Kleider aus- und verkehrt herum wieder anziehen und die Schuhe auf den  falschen Fuß wechseln. Als ich das gelesen habe, wusste ich sofort, dass diese Gestalten unbedingt ein Zuhause in meinem Elfting-Wald haben müssen und für ein etwas humorvolleres Kapitel auf der langen Reise durch Lýsistrata sorgen würden. Meyla fand die Begegnung mit den kleinen grünen Kerlchen allerdings nicht ganz so lustig, glaube ich…


Das Zrocotta (auch Crocotta geschrieben):

Die Legende des riesigen Wolfhundes  aus Indien war besonders im Alten Rom sehr beliebt. Er hat ein steifes Rückgrat, weswegen er sich nur im Ganzen drehen kann.  Besonders gefährlich macht ihn seine Fähigkeit, menschliche Stimmen nachahmen und seine Opfer damit in die Falle locken zu können. Genau dies wird auch den Helden in Lýsistrata fast zum Verhängnis, außerdem bringt die Begegnung mit dem Zrocotta eine erschütternde Wahrheit ans Licht …


Die Sirenen:

Sehr schöne Frauen, die auf den Klippen des Mittelmeeres sitzen und vorbeifahrende Seefahrer mit ihrem lieblichen Gesang verzaubern und so den Verstand rauben. Die Begegnung mit den Sirenen stellt sich für meine Figuren im zweiten Band als besonders einschneidend heraus…


Der Periton/Peryton:

dieses Wesen, was laut einer Prophezeiung den Untergang Roms herbeiführen sollte, hat den Körper eines Hirsches und die mächtigen Schwingen eines Vogels. Fällt sein Schatten über den eines Menschen, stirbt dieser, jedoch kann der Peryton laut Legende immer bloß einen einzigen Menschen töten. Zum Leidwesen meiner Figuren habe ich mich dazu entschieden, dass der Peryton in Lýsistrata so viele Menschen umbringen kann, wie er mag.


Und wie versprochen – ein exklusiver Ausblick auf Band 3:

Die Roggenmuhme:  

Ein weiblicher Dämon, der sich in deutschen Feldern  versteckt hält und Kindern auflauert, die Kornblumen pflücken wollen. Sie reißt die unreifen Ähren aus und dörrt den gesamten Acker aus, falls der Bauer sie erzürnen sollte. In Teil 3 wird sie Àlainns Kinder in Angst und Schrecken versetzen.


Qilin:

Eine sanfte, hirschähnliche Kreatur aus China, die so rücksichtsvoll ist, niemals auf Insekten zu treten. Es erscheint den Menschen, um die Geburt einer bedeutenden Person oder die Ankunft eines weisen Herrschers anzukündigen. Auch in Lýsistrata werden einige Figuren dem Qilin begegnen, doch was seine Sichtung ankündigt, verrate ich hier natürlich nicht.


Die Wilde Jagd:

Dine Gruppe übernatürlicher Jäger, die über den Himmel zieht. Die Sage der Wilden Jagd ist fast überall in Europa bekannt, am beliebtesten jedoch im skandinavischen Raum, wo Odin persönlich über den Himmel reitet.  In den meisten Versionen der Wilden Jagd nehmen Menschen teil, die frühzeitig und/oder eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Sie ziehen mit fürchterlichem Gebrüll, Johlen und Ächzen durch die Lüfte; wer den Geisterzug betrachtet, wird mitgezogen, weswegen es ratsam ist, sich im Haus einzuschließen und zu beten. Im Finale wird die Wilde Jagd über ganz Lýsistrata hinwegfegen.

Das waren sie, ein paar Fabelwesen, die es in meine Bücher geschafft haben. Meine persönlichen Lieblingsmärchen sind übrigens „Brüderchen und Schwesterchen“ von den Gebrüder Grimm sowie „Die Regentrude“ von Theodor Fontane. Vielleicht habe ich euch ja Lust gemacht, selbst nochmal in dem ein oder anderen Legendenbuch zu blättern?! Ich bin mir sicher, Meyla könnte euch das richtige empfehlen. ☺

Das war der heutige Beitrag zum Thema Märchen und Legenden. Natürlich gibt es in den Büchern noch viele weitere Legenden zu entdecken, die hier jedoch den Rahmen sprengen würden. Wer Märchen und Legenden liebt, der liebt auch “Die Legenden Lýsistrats”.



Das morgige Thema: Eine lustige Truppe / Charaktervorstellung

Schaut gerne wieder vorbei! Wir freuen uns auf euch.

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© Beitragsbild: Ramona Gall; Cover: Tanja Steinborn

© Bilder und Ornamente: Pixabay.com

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