“Was geschah mit Femke Star?” von Kerstin Ruhkieck

“Was geschah mit Femke Star?” von Kerstin Ruhkieck

Januar 26, 2019 1 Von Ramona

Herzlich Willkommen zu meiner Rezension zu einem sehr speziellen Titel aus dem Drachenmond Verlag.


Gleich vorne weg: ACHTUNG! Triggerwarnung!
Dieses Buch enthält mögliche Auslösereize, die bei Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung zu einer Verschlechterung ihrer Symptome führen können.


Aufgrund Text, Bild und Verlinkung zum Verlag ist dieser Beitrag mit Werbung zu kennzeichnen.


Der Inhalt:

Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die beiden entzweite. Was blieb, war die Hassliebe zweier Mädchen, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Doch als Femke eines Tages Anouk um Hilfe bittet, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Anouks Leben für immer verändert.
Von hässlichen Erinnerungsfetzen geplagt, versucht Anouk herauszufinden, was Femke widerfahren ist, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Und auch die Zeit arbeitet gegen sie, als Anouk die Hauptverdächtige eines Verbrechens wird, das sie nicht begangen hat…


Dieses Buch hat mich ins neue Jahr begleitet und war mein erstes gelesenes Buch 2019. Darauf aufmerksam geworden bin ich durch die Multi-Media-Welt. In diversen Foren wurde über die Geschichte und deren Extremität diskutiert. Das hat mich sehr neugierig gemacht und so kam dieses Buch auf meinen Ebook-Reader.

Allgemeines:

Erzählt werden Geschehnisse, die einen Menschen richtig zerstören können. Mobbing ist davon nur ein kleiner Bestandteil. Femke ist zarte 13 Jahre alt als ihr Leben sich aufgrund eines einschneidenden Erlebnisses komplett für sie ändert, und das nicht zum positiven.

Die wahre Geschichte von Femke erfährt man zunächst Stück für Stück in kleinen Happen. Nur im letzten Viertel des Buches wird man mit einer Mehrzahl negativer Einflüsse konfrontiert. Das macht der Spannung jedoch keinen Abbruch. Das Buch ist auf seine eigene Art und Weise spannend, nicht zu vergleichen mit anderen Büchern, die ich bisher gelesen habe.

Die Charaktere:

Die Charaktere in dem Buch sind sehr speziell. Sei es die Protagonistin Anouk, Femke oder auch nur die Nebencharaktere. Jeder einzelne von ihnen hat einen “schwarzen Schatten”, der ihn durch das gesamte Buch hindurch begleitet.

Der Schreibstil:

Trotz der Thematik ist der Schreibstil von Kerstin Ruhkieck sehr angenehm zu lesen gewesen. Es gibt zwar einige verworrene Stellen, aber diese werden am Ende des Buches alle aufgelöst und man erkennt das große Ganze hinter der Story, kann Verknüpfungen herstellen und es geht einem im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf.

Einige Beschreibungen, vor allem die extremen Szenen, sind knallhart dargebracht. Es wird nichts verschönert oder in einem besseren Licht dargestellt als es eigentlich steht. Im Grunde ist die gesamte Atmosphäre der Geschichte sehr düster gehalten.


Mein Fazit:

Eine interessante Geschichte, die aber definitiv nicht für jeden Leser geeignet ist.

Der Leser wird mit sehr unangenehmen, teils extremen Themen konfrontiert, die einen richtig unter die Haut gehen können. Nehmt auch die Triggerwarnung auf jeden Fall ernst! Sie ist nicht ohne Grund da!


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© Cover: Drachenmond Verlag

© Bild: Ramona Gall

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